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Deshalb sollten Sie diesen Artikel lesen:

Die Nationalmannschaft ist gescheitert. Experten und Laien diskutieren über die Gründe des Versagens. Lesen Sie im Artikel, welche Rolle das Gehalt spielt und wie Sie es mit ihren Mitarbeitern besser machen!

Julius Eisele

Julius Eisele

"Die Mannschaft" ist raus. Lag es am Geld?

Das richtige Vergütungssystem und sein Einfluss auf das Team. Wie Sie es besser machen als die deutsche Nationalmannschaft.

Kennen Sie diese Momente, in denen Sie kurz innehalten und sich denken: „Das werde ich noch meinen Enkeln erzählen!“? Gerade Fußballfans konnten bei der Weltmeisterschaft 2014 solche Erfahrungen machen. Beispielsweise das 7:1 gegen Brasilien oder der Triumph über Argentinien im Finale. Die diesjährige Weltmeisterschaft war für deutsche Fußballfans keines dieser Erlebnisse. Woran lag das? 

Wir waren der festen Überzeugung, dass Jogi Löw ein tolles Team zusammengestellt hat. Jetzt müssen wir und das ganze Land darüber spekulieren, ob die Spieler müde oder zu alt sind. Oder ob es an Motivation fehlte, da ein Großteil ja bereits vor vier Jahren den Weltmeistertitel mit nach Hause genommen hat. Andere wiederum sagen, sie erhalten zu viel Geld. Was aber aus den Aussagen der Spieler geschlussfolgert werden kann ist, dass"Die Mannschaft" – weniger als sonst bzw. als vor vier Jahren – tatsächlich als Team funktionierte. Es wird von „atmosphärischen Problemen“ gesprochen und die Abwehr fühlte sich alleine gelassen.

Teamziele erhöhen die Kooperationsbereitschaft

Dies ist ein Gruppenphänomen, das nicht nur im Fußball zu beobachten ist. Auch Arbeitsgruppen und Teams in Unternehmen arbeiten oft weniger erfolgreich an Projekten als es das Potential der Mitglieder vermuten lässt. Laut einer Studie der LMU München und Tilburg University liegt ein häufiger Grund dieses Phänomens in der Art der Vergütung der Teammitglieder. Erhalten Fußballspieler also tatsächlich zu viel Gehalt? Bzw. fehlt es Ihnen an Motivation, da das Gehalt so oder so überwiesen wird, egal ob man in der Vorrunde ausscheidet oder den Titel holt? Das ist Ansichtssache. Es sollte eher darüber nachgedacht werden, wie sich das Gehalt zusammensetzt und was eigentlich getan werden muss, damit es in der vereinbarten Höhe ausgezahlt wird?

Vergleichen wir das Fußballteam mit einem Team in einem Unternehmen. In vielen Fällen wird der variable Anteil der Vergütung nur an den individuellen Zielen der Mitarbeiter gemessen. Dies senkt laut Studie die Arbeitszufriedenheit und Kooperationsbereitschaft der Mitarbeiter. Boni, die allerdings an Team- oder Unternehmenserfolge gekoppelt sind, fördern dahingegen Arbeitszufriedenheit und Leistungsbereitschaft.

Neuer Call-to-Action (CTA)

Durch eine Entwicklung hin zu gemeinsamen Zielen und folglich auch gemeinsamer Entlohnung, haben reine Einzelkämpfer weniger Chancen zu glänzen. Darüber hinaus kann der Bildung von Kleingruppen innerhalb des Teams vorgebeugt werden. Alle Mitglieder werden dazu motiviert miteinander zu arbeiten und erfahren, dass zusammen bessere Leistungen erbracht werden als jeder Einzelne das für sich könnte. Folglich ergibt sich eine Gruppendynamik, die zwischenmenschliche Differenzen mindert und das gemeinsame Ziel in den Mittelpunkt rückt. Alle ziehen am selben Strang und weniger Teammitglieder versuchen, einen möglichst großen Teil des Strangs für sich alleine zu beanspruchen. Und davon profitieren schlussendlich nicht nur die Mitarbeiter selbst, sondern auch das Unternehmen.

 

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Die Mischung macht’s!

Natürlich bringt dieser Ansatz auch Herausforderungen mit sich. Extrem gute Performer leiden unter „Social Loafing“ (das bezeichnet die Tendenz, das einige Teammitglieder sich auf den Erfolgen anderer ausruhen). Darüber hinaus kann es passieren, dass Mitarbeitern neben ihren Hauptaufgaben ihre zusätzlichen Verantwortlichkeiten vernachlässigen. Um beim Fußball zu bleiben: Ein Mittelfeldspieler hilft der Abwehr nicht mehr richtig, da er nur auf das Spiel nach vorne fokussiert ist. Es muss also die richtige Balance gefunden werden. 

 

Das richtige Vergütungssystem finden 

Diesen Herausforderungen kann mit der „Wenn-Dann“ Methode begegnet werden: Sie könnten das Tagesgeschäft als notwendige Bedingung für die Auszahlung eines variablen Anteils machen. Erreicht ein Team also beispielsweise das Gesamtziel, aber einige Mitarbeiter kommen ihrem Tagesgeschäft nicht (oder nur bedingt) nach, so verringert sich deren Anteil am ausgeschütteten Bonus. In Extremfällen kann dieser sogar komplett entfallen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass alle an der Erreichung eines gemeinsamen Ziels arbeiten, ohne dabei ihre zusätzlichen Verantwortungen zu vernachlässigen.

 

Übertragen auf den Fußball würde somit jeder Mitspieler gleichmäßig an einer Sieg- oder Torprämie beteiligt, außer er spielt beispielsweise zu viele Fehlpässe. Jeder Spieler ist damit selbst verantwortlich sein Bestes für die gesamte Mannschaft zu geben - und für seinen persönlichen Bonus.

Natürlich ist das nicht der einzige Aspekt, um gute oder schlechte Leistungen zu erklären und begründet nicht das Ausscheiden der deutschen Mannschaft in Gänze. Am Ende des Tages sind Fußballprofis auch nur normale Menschen, deren Ziel es war, den Titel zu verteidigen.

 

Ich gehe davon aus, dass Sie Ihren Job weitaus besser machen als die deutsche Mannschaft. Aber wäre es nicht schön, wenn Sie Ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren könnten? Mit SAP SuccessFactors Compensation planen Sie, gemeinsam mit Führungskräften, Anpassungen in der Vergütung auf Basis von Geschäftserfolg, individueller Leistung und relativer Lage im Vergleich zu Kollegen oder Peers. Einfach und fair. Sprechen Sie uns an!