Komm lass uns spielen!

Gamification im Recruiting - spielerisch zum neuen Job?

Das Anlocken von Bewerbern wird immer schwieriger – soweit nichts neues. Wie gehen Unternehmen damit um?

Es gibt etliche verschiedene Ansätze, wie beispielsweise:

  • Die Positionierung als guter Arbeitgeber mit interessanten Jobs
  • ein schneller & intuitiver Bewerbungsprozess
  • die suchmaschienen-optimierte Gestaltung der Website
  • u.v.m.
Doch wie lässt sich der „alles möglichst schnell und einfach“- Ansatz damit verbinden, möglichst viel über den Kandidaten zu erfahren? Und wie erreichen wir, dass sich auch wirklich die für uns passenden Kandidaten bewerben? Denn eine Unmenge unpassender Bewerbungen ist schließlich nicht das Ziel. Gamification als Lösungsansatz?

Was genau ist Gamification?

Gamification beschreibt einen spielerischen Weg zum Ziel. So kann Gamification in jeden Lebensbereich eingesetzt werden. In Stockholm sollten U-Bahn-Pendler dazu bewegt werden, statt der Rolltreppe häufiger die Treppe zu nutzen. Die Treppe wurde als überdimensionales Klavier gestaltet. Jede Stufe eine Taste mit einem eigenen Ton. Die Summe der Treppe steigenden Menschen ergibt eine neue Komposition. Individuell, aufsehenerregend, anziehend. Das Ziel spielerisch erreicht. Fittere Menschen mit einem Lächeln im Gesicht.

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Wo kommt Gamification im Recruiting zum Einsatz?

Gamification, im Recruiting auch als Recruitainment bezeichnet, kann man im Recruiting kaum mehr als neuen Trend bezeichnen. Jedes Rollenspiel, jeder Postkorb und viele weitere Selektionsverfahren bedienen sich spielerischer Elemente.


Doch an welchen anderen Stellen im Recruiting-Prozess lassen sich spielerische Elemente einbauen? Und wie kann man Gamification neuer, moderner gestalten?

Zu unterscheiden ist zwischen zwei Anwendungsgebieten: der Vor-Selektion und der tatsächlichen Selektion.

1. Gamification in der Vor-Selektion:
In der Vorselektion gilt es dem Bewerber Informationen zu vermitteln. Informationen, die Ihm helfen zu entscheiden, ob er sich bewerben möchte. Eine Art Selbsttest zur Einschätzung, ob die Firma oder der Job für Ihn in Frage kommen. Oder eine Unterstützung, welche der Jobs am besten passt. Zugänglich für jeden auf der Website. Keine Einsicht der Antworten und Ergebnisse für die Recruiter.
Die Allianz bietet hier verschiedene Möglichkeiten. Der „Kulturmatcher“ beantwortet nach nur 3 Minuten inwieweit man in die Kultur der Allianz passt. Durch simple Ja/Nein Antworten.

Zudem gibt es Karrierematcher:

  • Für Schüler zwecks Entscheidung für Ausbildungsberufe und Duale Studiengänge
  • Für Studenten und Absolventen zur Findung des passenden Einstiegs
Nähere Informationen finden Sie hier

Denkbar sind natürlich auch etliche andere Wege: ein virtueller Rundgang, ein online-Praktikum (z.B. bei DAK Gesundheit) und vieles mehr.

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2. Gamification im Selektionsprozess:
Auch Online-Assessments können durch solche „erlebbaren“ Elemente bereichert werden. Spielbar sind diese nur für Kandidaten während einem laufenden Bewerbungsprozesses. Die Ergebnisse werden hier seitens Unternehmen ausgewertet.
Mit „Mario Kart“ oder „Donkey Kong“ haben diese Spiele natürlich nur auf den ersten Blick zu tun. Die Software analysiert jeden Klick & jede Mausbewegung. Abgeleitet wird daraus ein detailliertes Profil. Hat die Person die notwendigen Fähigkeiten Führungskraft zu werden? Wie ist die Risikobereitschaft?


Ein Beispiel dafür ist „Wasabi Waiter“: ein 20 minütiges Spiel, in dem man als Kellner Gäste eines Sushi-Restaurants bedient. Der Test, ob man als Kellner geeignet ist? Nein. Das Ergebnis sind Aussagen zu Risikobereitschaft, sozialer Intelligenz, Beharrlichkeit und weiteren Charakteristika. Weitere Einblicke gibt es hier oder Sie probieren es einfach einmal selbst aus: https://wasabi.com 


Die Anwendung von Algorithmen im Recruiting wird häufig als Treiber der Neuzeit beschrieben. Eine Alternative zum herkömmlichen Prozess? Vielmehr eine gute Ergänzung. Denn Empathie, Interpretation und Einfühlungsvermögen obliegen zumindest derzeit in Gänze dem Menschen.

Fazit

Sie merken, Möglichkeiten gibt es viele! Generell gilt:

  • Je länger der Prozess, desto wichtiger die Einbindung spielerischer Elemente.
  • Bieten Sie den Bewerbern einen Mehrwert
  • Bleiben Sie authentisch
  • Seien Sie transparent, wozu die Informationen verwendet werden

Sie möchten mehr zu  möglichen Ansätzen im Recruiting erfahren oder haben Fragen? Hier gibt's mehr.

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