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Tschüss Stepstone, Monster & Co.?

Google for Jobs: Wird der Internetriese künftig Jobbörsen in den Schatten stellen?

 

Es ist gerade mal gute zwei Monate her, als Google mit diesem Post die Testphase von Google for Jobs ankündigte. Und bereits diese Woche hat der Internetriese, heimlich still und leise, den Go Live in Deutschland vollzogen.

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Sie haben davon noch nicht gehört? Kein Problem, wir fangen mal von ganz vorne an:

Was ist Google for Jobs?

Wir googlen alles. Schöne Hotels, das Wetter, die schnellsten Verkehrsrouten. Und seit heute auch nach Jobs! ("to google for jobs" = "nach Jobs googeln").

Nehmen wir an, Sie googlen "hr jobs münchen". Früher war das Ergebnis eine Auflistung von Links zu Jobportalen wie Indeed, Monster, LinkedIn und Xing. Zukünftig wird direkt unter den bezahlten Anzeigen in der Google Suche die Google for Jobs Box eingeblendet. Darin befindet sich eine bunte Mischung von vakanten Stellenanzeigen, welche Google durch das Durchleuchten von Karriere- und Job-Portalen ausgewählt hat.

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Der Wunsch von Google: Die Jobsuche soll künftig nicht mehr über zig verschiedene Portale stattfinden, sondern zentral über Google. Denn sein wir mal ehrlich: Welcher Bewerber wünscht sich nicht, in nur einer Suche direkt alle passenden Ergebnisse zu finden, statt sich mühselig durch jedes einzelne Jobportal klicken zu müssen? Dazu kommt für Sie als Unternehmen: Wäre es nicht auch Ihre Traumvorstellung, Jobs einfach auf Ihrer Karriereseite zu veröffentlichen, ohne diese zusätzlich in den unterschiedlichsten Jobbörsen veröffentlichen zu müssen? Und dafür auch noch zu zahlen? Effizienzgewinn verspricht Google Bewerbern als auch für Unternehmen im Recruiting.

Der Selbstversuch: Wie sieht die optimierte Jobsuche aus?

In der mobilen Ansicht ist sie nicht zu übersehen, denn die blaue Box füllt den gesamten Bildschirm aus. Auf den ersten Blick sieht der Jobsuchende den Jobtitel, die ausschreibende Firma, den Standort der Tätigkeit und die Quelle, über welche Google for Jobs die Ausschreibung gefunden hat.

Außerdem sieht man, je nach gemachten Angaben:

  • das Veröffentlichungsdatum (in 100 % der Anzeigen)
  • die Pendelzeit zur Arbeit (in ca. 10-20 % der Anzeigen)
  • die Art der Tätigkeit (in ca. 65-75 % der Anzeigen)
  • das Gehalt (in ca. 5 % der Anzeigen - darunter fast nur Praktika & Werkstudententätigkeiten)

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Hat der Jobsuchende bereits genauere Vorstellungen, gibt es vielfältige Filtermöglichkeiten. Eine auf den ersten Blick recht unspektakuläre Funktion. Soweit nichts groß Neues. Schön ist allerdings, dass sich die Filteroptionen direkt in Abhängigkeit der vorherigen Suche anpassen. So zum Beispiel die vorgeschlagenen Standorte und Arbeitgeber. Simple, intuitiv, schnell.
Google for Jobs Filteroptionen

Nehmen wir an, der Bewerber möchte eine Stelle näher betrachten und springt auf diese ab. Neben Standardfunktionen wie dem Speichern der Anzeige und dem Teilen mit Freunden und Bekannten ist oben der Absprung zur Bewerbung hinterlegt. Hier wird es für Sie als Unternehmen interessant: Ziel sollte es sein, nicht via Xing & Co. gefunden zu werden, sondern direkt über Ihre eigene Seite! Denn der Bewerber soll sich am besten direkt bei Ihnen bewerben und dadurch z. B. auch gleich ein Kandidatenprofil anlegen oder sich den Job-Newsletter registrieren. Mehrwerte, die es nur auf Ihrer eigenen Karriereseite gibt und Ihnen Vorteile verschaffen. 

Doch das ist selbstverständlich nicht alles! Google aggregiert alle wesentlichen Informationen. Dies gewährleistet eine ungemeine Transparenz:

  • Wie schneidet das Unternehmen auf Arbeitgeberbewertungsplattformen ab?
  • Wie ist der Link zur Unternehmenswebsite?
  • Gibt es weitere interessante Positionen in dem Unternehmen?
  • Wie lange bräuchte ich zur Arbeit?

Als Bewerber wäre ich begeistert! Die ganze Sucherei nach passenden Jobs scheint sich endlich zu vereinfachen.

Was müssen Sie tun, damit Ihre Stellenanzeige bei Google for Jobs zu finden ist? 

Sie müssen keinerlei Geld an Google zahlen, damit Ihre Stellenanzeigen bei Google angezeigt werden. Stattdessen gilt es Ihre Stellenanzeigen so aufbereiten, dass sie von Google gefunden werden können.
Fluch oder Segen? Google for Jobs bedeutet: Sie kommen am Thema Suchmaschinenoptimierung nicht mehr vorbei. Gerade im Mittelstand ist das Thema für die meisten noch ein Fremdwort. Wirklich wichtig für den Beginn ist, dass Sie relevante Informationen im Quelltext der Jobausschreibungs-Webseite hinterlegen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Titel
  • Unternehmensname
  • Ort der Tätigkeit
  • Datum der Veröffentlichung

Bedingungen, die recht simple zu erfüllen sind.

Einige Artikel schreiben über "Horrorszenarien" und "Kulturschocks", denn die Offenlegung des Gehalts wird empfohlen. Doch keine Panik: Es wird empfohlen und ist nicht verpflichtend. Da es in Deutschland ohnehin kaum ein Unternehmen macht, stehen Sie auch ohne die Angabe nicht viel schlechter da als im Vergleich zum Wettbewerb.

Sie suchen nähere Informationen? Wir empfehlen Ihnen einen Blick in die offiziellen Google Richtlinien

Fazit

Wie groß die Bedeutung von Google for Jobs in Deutschland wird, ist Diskussionsthema in vielen Portalen. Gerade die Meinungen von SEO-Experten sind sich aber einig: Es wird definitiv wichtig genug, um bereits jetzt damit anzufangen, sich dem Thema zu nähern. Suchmaschinenoptimierung: Das Thema im Recruiting für 2019! 

 

Sie arbeiten bereits mit SAP SuccessFactors Recruiting? Das Modul kann so eingerichtet werden, dass Sie Google for Jobs bestmöglichst für sich nutzen können. Haben Sie Fragen hierzu? Kommen Sie auf uns zu - wir beraten Sie gerne.