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Engagement - Positive Psychologie

Das E im PERMA Modell steht für Engagement. Wie schaffen Sie es, Mitarbeitende zu fordern und ihr Engagement zu fördern?


Über den Interview-Gast

Saskia Rudolph

Saskia Rudolph, Expertin für Positive Psychologie

Saskia Rudolph, Inhaberin der Spiegelneuronen GmbH und Expertin für Positive Psychologie, teilt in unserer VLog-Reihe ihre Expertise rund um das Thema "Glücksforschung" und den Zusammenhang mit der Arbeitswelt. 

Saskia Rudolph: Herzlich willkommen zum zweiten „Baustein“ im PERMA-Modell, auf dem unsere Positive Leadership und Wellbeing @ work V-Log Reihe aufgebaut ist. Das E steht für Engagement. Und um genau das wird es jetzt gehen. Wenn Sie mehr über das ganze PERMA-Modell und Positive Psychologie wissen möchten, schauen Sie gerne einfach in das entsprechende Video zum Thema “PERMA”. Nun denn, los geht’s. 

Im unternehmerischen Umfeld lässt sich Engagement als die Folge eines Überschusses von Ressourcen im Vergleich zu den Anforderungen definieren. Wir tun mehr als unbedingt erforderlich ist – und das gern. Das führt zu erhöhter Aufmerksamkeit und besonderem Arbeitseinsatz. 

Seitens der Führungskräfte führt Engagement zu einem besonderen Verhalten, das als Empowerment bezeichnet wird: Sie geben ihren Mitarbeiter*innen Freiräume, ihre Arbeit eigenverantwortlich zu gestalten und ihre Fähigkeiten optimal einzubringen. So entsteht ein Klima des Vertrauens, in dem sich die Arbeitnehmer*innen durch hohes Kompetenzerleben und das Erleben von Sinnhaftigkeit auszeichnen. 

Denn: Menschen sind umso zufriedener – egal, ob im Privat- oder Berufsleben, je motivierter sie sind, je mehr sie sich ihrer Stärken bewusst sind und diese engagiert und konsequent einsetzen.  

Das klingt alles etwas komplex – schauen wir uns die einzelnen Elemente also etwas genauer an. Beginnen wir mit dem Zustand des Flows als Grundlage. in zwei weiteren Videos schauen wir uns noch die verschiedenen Motivationsarten und der deren Förderung sowie die Bedeutung menschlicher Charakter- und Signaturstärken genauer an.  

Wenn es um Engagement und Motivation geht, kommt man an FLOW nicht vorbei. Doch, was ist das? Und warum ist dieser Zustand so wichtig? 

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Kennen Sie dieses Gefühl, die Zeit um sich herum und sämtliche Bedürfnisse zu vergessen? Vollkommen vertieft und in Ihrem Element zu sein?

Die Wissenschaft nennt ihn „Flow-Zustand“.  In unserem Gehirn wird dabei vor allem der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet, der Botenstoff für Vorfreude und Belohnung. Ein ziemlicher Rausch in unserem Kopf, den unser Körper ganz allein produziert. Doch wir erlangen diesen Zustand nur dann, wenn wir unsere Fähigkeiten, unsere Stärken und Talente voll und ganz einsetzen, die Herausforderung annehmen und auch bereit sind, Neues zu lernen und uns an die Grenzen des Machbaren zu bringen. Flow entsteht also bei der Ausübung komplexer Aufgaben, die genau im richtigen Kräfteverhältnis zwischen Überforderung und Unterforderung stehen. Im Flow zu sein ist einer der besten Zustände, in dem sich unser Hirn befinden kann – und er ist wesentlich für unsere Motivation, langfristige Zufriedenheit und unser psychisches und physisches Wohlbefinden.  

Und: jeder Mensch hat seine ganz individuelle Flow-Zone. Was den einen motiviert und antreibt, stresst den anderen und umgedreht. Es gilt also herauszufinden, welche ganz individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten eines jeden Menschen am besten mit den an ihn gestellten Aufgaben harmonieren. Was ihn motiviert, antreibt, heraus- aber nicht unter- oder überfordert. 

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