Motivation - Positive Psychologie

Motivation ist wichtiger Schlüssel und Treiber zum Erfolg. Aber was motiviert uns und wie schaffen wir es, unsere Mitarbeitenden tagtäglich zu motivieren?

Über den Interview-Gast

Saskia Rudolph

Saskia Rudolph, Expertin für Positive Psychologie

Saskia Rudolph, Inhaberin der Spiegelneuronen GmbH und Expertin für Positive Psychologie, teilt in unserer VLog-Reihe ihre Expertise rund um das Thema "Glücksforschung" und den Zusammenhang mit der Arbeitswelt. 

Saskia Rudolph:

Willkommen im Vlog zum Thema Motivation. Vielleicht haben Sie ja bereits die Videos zu dem Thema Flow geschaut, das dieses sehr gut ergänzt. Schauen Sie gern rein. 

Eins steht fest. Motivation ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Doch was motiviert uns Menschen? Und warum sind die einen mehr bei der Sache als andere? 

Motivation. Ein großes Wort. Mit großer Auswirkung. Doch was ist das überhaupt? Motivation ist unser täglicher Antreiber. Sie hilft uns, in Bewegung zu kommen, vorwärts zu gehen und die Dinge anzupacken. Nur wenn wir ein gewisses Maß an Motivation haben, setzen wir uns in Gang. Und verlassen das Bett. Sonst würden wir vielleicht einfach liegen bleiben, der Sinn würde uns fehlen. Etwas, das uns motiviert und neuen Schwung verleiht. Was uns antreibt, das wir unglaublich gern tun und wo wir vollkommen in unserem Element sind. Was wir gut können und was uns gut von der Hand geht.

Es gibt ganz verschiedene Dinge, die uns diesen Antrieb bescheren: die äußere Motivation – auch extrinsische Motivation genannt - begegnet uns im Alltag häufig. Das ist das, was wir für unsere Leistung bekommen. Zum Beispiel Geld für verrichtete Arbeit, Wertschätzung und Anerkennung oder der Status, den wir erreichen. Aber allein die äußere Motivation reicht oft nicht aus, damit wir zufrieden sind. Wir brauchen noch eine weitere Art der Motivation: Sie entsteht aus uns heraus. Aus eigenem Antrieb. Selbstgewählt. Die Psychologie nennt sie intrinsische Motivation. Und diese beiden Arten – die intrinsische und extrinsische Motivation beeinflussen sich gegenseitig und greifen optimaler Weise gut ineinander. Besonders auch im Arbeitsalltag.  

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Vor einiger Zeit sorgte eine Studie des Gallup-Institutes für Aufsehen. Sie fand heraus: nur 15% der Angestellten in Deutschland fühlen sich ihrem Arbeitgeber / ihrer Arbeitgeber*in verbunden und stehen hinter der Philosophie des Unternehmens.  

Da fragt man sich: Was ist mit den anderen 85%? Ein Teil, nämlich 15% (das sind immerhin fast sechs Millionen Menschen) gibt an, innerlich bereits gekündigt zu haben. Weitere 26 Millionen leisten laut der Studie mehr oder weniger „Dienst nach Vorschrift“. 

Und das jeden Tag. Es liegt auf der Hand, was das an Nachteilen für die Unternehmen hat. Aber natürlich auch für die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer*innen. Es stellt sich also die Frage: wie finde ich als Arbeitgeber*in denn von Vornherein die wirklich Motivierten? Und: wie halte ich deren Motivation dauerhaft aufrecht? 

Auf diese Frage gibt es natürlich keine einfache und allgemeingültige Antwort. Vielmehr setzt sie sich aus vielen Elementen zusammen, die ja genau aus diesem Grund in all den Vlogs hier beleuchtet werden.  

Im Grunde gilt: Motivation goes where motivation flows. Vermittelt das Unternehmen seinen Bewerber*innen und natürlich auch Angestellten das Gefühl der Sinnhaftigkeit, Wertschätzung, Fairness und Transparenz und lebt diese Werte auch im Alltag, werden die richtigen Personen kommen. Und bleiben. Wie dies im Einzelnen gelingen kann, genau damit beschäftigt sich ja das PERMA-Modell, das auch viele Elemente der New Work Bewegung in sich vereint.   

Eins steht fest: unsere Arbeitswelt ist im Umbruch und das nicht erst seit der Pandemie. Deswegen – und zur weiteren Vertiefung gibt es einen extra Vlog zum Thema New Normal und New Work, in dem ich auf die Aspekte der sich rasant veränderten Arbeitskultur – und die Chancen, die daraus entstehen, noch einmal genauer eingehen werde.  

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