"Don't panic"

Besser geschützt vor Coronavirus & Co.: Unsere 10 Tipps (nicht nur) für Personaler

Die Ende 2019 neu aufgetauchte Coronavirusvariante (SARS-CoV-2) ist nach wie vor präsent, auch wenn die Gefahr einer Ansteckung oder gar Lebensgefahr hier in Deutschland derzeit weniger groß ist wie andernorts. Aber inzwischen wird zunehmend deutlich, dass nicht nur die Sterberate deutlich höher ist als bei einer normalen Grippewelle, sondern dass es auch zu diversen Langzeitschäden kommen kann und Betroffene noch Monate nach der Infektion darunter leiden können.

Genau aus diesen guten Gründen bleibt die persönliche Hygienevorsorge, sich egal vor welcher Form an Viruserkrankungen zu schützen, weiter im Mittelpunkt. Gerade die Gefahr einer Ansteckung per Tröpfchenübertragung, die direkte Verbreitung von Krankheitserregern über die Luft, kann verringert werden.

Personalabteilungen können durchaus zu den erhöhten Risikogruppen gezählt werden. Das liegt vor allem am Publikumsverkehr. Nicht nur kommen interne Mitarbeiter aus allen Bereichen regelmäßig vorbei, um Fragen zu stellen oder Formulare abzuholen. Auch Bewerber spielen hier eine wichtige Rolle. Diese werden wohl auch dann zum Gespräch kommen, wenn sie sich leicht krank fühlen. Zu groß ist die Sorge, sonst einen schlechten Eindruck zu machen oder keine zweite Chance zu bekommen.

Daher ist Achtsamkeit für Personaler keine schlechte Idee. Setzen Sie vielleicht lieber gleich auf Video-Interviews. Aber wenn Sie den Bewerber doch einladen wollen/müssen, helfen unsere Tipps sowie die AHA-Regeln der Bundesregierung: Abstand, Hygiene und Alltagsmasken.


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Folgende 10 Tipps als gute Hygienemaßnahmen empfehlen Experten wie z. B. Günter Kampf, Professor für Hygiene und Gesundheitsmedizin an der Universität Greifswald:

1. Händewaschen: Häufiges, ausführliches (ca. 30 Sekunden) und gründliches Händewaschen verringert, dass die Krankheitserreger über die Hände ins Gesicht und somit über Mund, Nase oder Augen übertragen werden. Ein einfaches und zugleich wirkungsvolles Mittel das Ansteckungsrisiko zu verringern.

2. Nicht ins Gesicht fassen: Unbewusst fassen wir uns ca. 23 Mal pro Stunde ins Gesicht, hat eine Beobachtungsstudie herausgefunden. Aus dem oben genannten Grund sollten wir achtsam sein und auch Kollegen und Familie daran erinnern, wenn wir es sehen.

3. Händeschütteln einstellen: In asiatischen Ländern sowieso nicht üblich, ist das Vermeiden von Händeschütteln eine wirksame Vorsichtsmaßnahme. Sollten Sie sich unbewusst trotzdem per Handschlag begrüßt haben, dann gilt: Händewaschen.

4. Öffentliche Oberflächen vermeiden anzufassen: Ja, das ist schwierig, denn überall fassen wir Dinge an, die auch viele andere Personen häufig berühren. Unser Tipp: Lieber mit einem Tuch oder auch dem Ellbogen Türen öffnen und regelmäßig Händewaschen, z. B. direkt bei der Heimkehr oder Ankunft im Büro.

5. In die Armbeuge husten und niesen: Vermeiden Sie zum Schutz Ihrer Mitmenschen offen in den Raum oder in die Hände zu husten und zu niesen. Die Übertragungsgefahr ist hier besonders hoch. Weisen Sie gegebenenfalls Kollegen auch darauf hin.


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Quelle: Karriere-Bibel



6. Desinfektionsmittel verwenden
: Es ist nicht sinnvoll und praktikabel, immer und überall sofort Desinfektionsmittel einzusetzen. Wenn Sie jedoch eins verwenden wollen, empfiehlt Günter Kampf ein flüssiges Desinfektionsmittel, welches mindestens "begrenzt viruzid" wirkt. Dies hilft gegen Grippe- und Coronaviren, aber z. B. nicht gegen Noroviren. Unser Tipp: Spender lohnen sich am Ein- und Ausgang des Unternehmens genauso wie in der Mitte von Besprechungstischen. Das holt Desinfektion aus der verschämten Ecke und man muss nach dem Händeschütteln nicht für die Dauer des Meetings Sorge haben, sich die Augen reiben.

7. Büroräume neu durchdenken: Die meisten Mitarbeiter freuen sich, auch mal wieder ins Büro gehen zu dürfen. Da jedoch die Ansteckungsgefahr nicht vorbei ist, gehen Sie systematisch ihre Räume durch in Bezug auf Abstand und Hygieneregeln: Welche Bereiche sind große genug für wie viele Personen? Kann man Schreibtische auseinanderstellen? Muss die Kaffeeküche wirklich offen sein? Wenn möglich ermutigen Sie lieber ihre Mitarbeiter, öfters noch zuhause zu bleiben und dort zu arbeiten. 

8. Home-Office nutzen: Je weniger Kontakte Sie haben, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. Daher lieber von zuhause arbeiten, soweit dies mit dem Arbeitgeber abgeklärt ist. Auch Geschäftsreisen sollten vorsorglich so wenig wie möglich erfolgen;  Online-Meetings sind vielleicht nicht ein voller Ersatz, aber in Abwägung der Risiken oft die bessere Alternative.

9. Lieber vorsichtig sein: Auch wenn manche Unternehmen Prämien für besonders wenige Krankheitstage zahlen - bei Verdacht lieber zum Arzt gehen oder erst einmal zuhause bleiben (siehe Home-Office). Dies gilt gerade dann, wenn es in der eigenen Familie oder im Freundeskreis viele Erkrankungen gibt. Schützen Sie nicht nur sich, sondern auch andere. Und als Unternehmen sollten Sie überlegen, entsprechende Anreize vielleicht vorübergehend auszusetzen.

10. Maske tragen: Ja, es ist nicht ideal oder schön, aber Maske tragen hilft (so auf jeden Fall die aktuelle Meinung der meisten Experten). Selbst wenn Sie zweifeln - ist es wirklich schlimm, lieber zu viel als zu wenig gemacht zu haben? Gerade in Angesicht der bisher nicht ausreichend bekannten Spätfolgen empfehlen wir, lieber auf Sicherheit zu setzen und die Maske trotzdem zu tragen (bitte über Mund UND Nase!). Ihre Kolleginnen und Kollegen werden vielleicht nicht immer ihrer Meinung sein, aber Vorbild sein kann sich lohnen, meinen wir hierzu.

 

Zu guter Letzt wollen wir Ihnen aber noch eins ans Herz legen, was wir schon in der Überschrift geschrieben haben. Keine Panik! Derzeit gibt es wirklich keinen Grund für Hysterie. Wer die Maßnahmen oben berücksichtigt, hat schon wirklich viel getan.

Wir hoffen, Sie kommen gut durch diese schwierige Zeit!