Hände eines Mannes auf Laptop-Tastatur

Neues rund um SAP HCM

SAP HCM: Aktuelle Entwicklungen, News und wichtige Termine

Fortlaufend aktualisierte Informationen zu diversen gesetzlichen und technischen Anpassungen mit Auswirkungen auf Ihr SAP HCM-System.

Update: Juli 2022

Aus aktuellem Anlass möchten wir Ihnen ein kurzes Update über die bevorstehende Änderung geben, die teilweise noch rechtzeitig vor der Augustabrechnung, bei nachschüssiger Abrechnung sogar vor der Juli-Abrechnung, in Ihrem SAP-System zu berücksichtigen sind.

Zusätzlich weisen wir in Ergänzung zu unserem HCM-Newsletter vom Juni 2022 auf weitere Themen hin, die relevant für Sie sein könnten.

Alle nachfolgend genannten Hinweise bzw. Inhalte beziehen sich auf den Stand bei Verfassung dieser Information.

Die jeweils aktuelle Version der Hinweise finden Sie im SAP ONE Support Launchpad

Steuer

Energiepreispauschale (EPP)

Der Anspruch auf die EPP entsteht grundsätzlich zum 01.09.2022 und soll (bei Erfüllung der vorgegebenen Voraussetzungen) im September 2022 vom Arbeitgeber ausbezahlt werden.

Der steuerpflichtige Betrag in Höhe von 300 € pro anspruchsberechtigten Arbeitnehmenden soll vom Gesamtbetrag der abzuführenden Lohnsteuer über die Lohnsteuer-Anmeldung vor-/refinanziert werden. Hierzu wurde die neue Kennzahl 35 in der Lohnsteueranmeldung geschaffen. Diese ist vom Arbeitgeber mit der Lohnsteueranmeldung August zu übermitteln.

Korrekturen, die sich nach der Abgabe der Lohnsteueranmeldung für August ergeben, sind über eine korrigierte Lohnsteueranmeldung August an das Finanzamt zu übermitteln.

SAP hat bereits die Bereitstellung eines Auswertungsreports zur Ermittlung der Differenzen zwischen Lohnsteueranmeldung und Auszahlung geplant.

Lohnsteueranmeldung

Das Customizing und das Programm für die Erstellung der Lohnsteueranmeldung wurden so angepasst, dass im Meldemonat August die neue Kennzahl 35 ermittelt wird. Diese reduziert zur Vorfinanzierung der EPP-Auszahlung die Lohnsteuerschuld des Arbeitgebers. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahl 35 wird eine (entsprechend neu einzurichtende) Lohnart für die Ausweisung der EPP verwendet, welche im Abrechnungsergebnis für 08/2022 (bei nachschüssiger Abrechnung in 07/2022) vorhanden sein muss.

Auszahlung und Lohnsteuerbescheinigung
Für Arbeitnehmende mit Steuerklasse I - V muss im Abrechnungsergebnis für 09/2022 (bei nachschüssiger Abrechnung in 08/2022) eine entsprechende lohnsteuerpflichtige Lohnart vorhanden sein. Diese Lohnart ist auch die Grundlage für die Ausweisung des Großbuchstaben E auf der Lohnsteuerbescheinigung.

Bitte beachten Sie in Zusammenhang mit der Umsetzung der Energiepreispauschale folgende Hinweise:

  • 3200909 - Energiepreispauschale (EPP) – Auslieferung
  • 3210298 - Entgeltnachweis_Energiepreispauschale (EPP) – Anpassung
  • 3210325 - Lohnkonto_Energiepreispauschale (EPP) – Anpassung

Weitere Details und Empfehlungen (wie z. B. die frühzeitige Identifikation der Anspruchsberichtigten und Einholung der ggf. erforderlichen Bestätigungen von geringfügig Beschäftigen) finden Sie im Hinweis 3201273.

Technische Voraussetzung
Es ist eine Anpassung der entsprechenden Middleware (BC,PI/PO, CI) der SAP-ELSTER-Lösungen erforderlich.
Hier ist die neue ERiC-Version 36 zu installieren. Die Auslieferung seitens SAP erfolgte bereits mittels Hinweis 3219001.
Die Aktualisierung ist vor der Übertragung der Lohnsteueranmeldung August durchzuführen – ansonsten kann die LSt-Anmeldung nicht übermittelt werden.

Business Connector:
Bei Verwendung des Business Connectors beachten Sie bitte den Hinweis 2939891.
Hinweis: auf dem Shared Business Connector der All for One Group SE wurden die notwendigen Aktualisierungen bereits durchgeführt.

PI/PO:
Für die Middleware Process Integration/Process Orchestration wird im Rahmen des Auslieferungsprozesses ein entsprechendes Patch zur Verfügung gestellt.

CI:
die Aktualisierung der Cloud Integration (CI) wird durch SAP vorgenommen. Gemäß Hinweis 3219001 erfolgt diese mit dem Release 2206, welches für die Wochenenden 23./24.07, 30./31.07 bzw. 06./07.08. geplant ist.

Sozialversicherung
Gesetz zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn und zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung.
Wie bereits erläutert, wird der Mindestlohn ab dem 01.10.2022 auf 12,00 Euro pro Stunde angehoben. Damit ändert sich auch die Geringfügigkeitsgrenze von 450,00 auf 520,00 Euro und die Beitragsberechnung für den Übergangsbereich wird u. a. neu geregelt.

Der Hinweis 3217280 wird bis zur Auslieferung eines einbaubaren Hinweises bis Ende August 2022 weiter aktualisiert.
Die Auslieferung selbst ist seitens SAP mit dem Support Package September 2022 angekündigt.

Sonstiges / Korrekturen
Internationaler Frauentag - ab dem Jahr 2023 wird der Internationale Frauentag auch in Mecklenburg-Vorpommern ein gesetzlicher Feiertag.
Diese Änderung wird von SAP nicht ausgeliefert und muss manuell im System eingestellt werden. Außerdem sind die entsprechenden Arbeitszeitpläne neu zu generieren und ggf. bereits erfasste Abwesenheiten sind somit für das Jahr 2023 neu zu bewerten.

Gerne unterstützen wir Sie frühzeitig bei den notwendigen Aktivitäten.

Kontakt

Für ausführlichere Informationen können Sie sich gerne zu unserem kostenlosen HCM-Newsletter anmelden. Schreiben Sie hierzu eine kurze E-Mail mit Ihrem Wunsch zur Aufnahme in den Verteiler an: HCMServiceNews@empleox.com.

AGG Konformität: Sollte im Dokument aus Vereinfachungsgründen nur eine Geschlechtsform verwendet werden, ist ausdrücklich auch jede andere Geschlechtsform gemeint.

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Update: Juni 2022

Wie im letzten Update aus April bereits angekündigt, wurde nun -rückwirkend zum 01.01.2022- das Steuerentlastungsgesetz 2022 beschlossen. Die daraus für die Gehaltsabrechnung resultierenden Änderungen haben wir für Sie nachfolgend zusammengefasst. Bitte beachten Sie hierzu explizit die Hinweise 3205513 und 3166705.

Des Weiteren informieren wir wie gewohnt über weitere Änderungen, die aus unserer Sicht für einen reibungslosen Betrieb Ihres HCM-Systems von Bedeutung sind.

Alle genannten Hinweise bzw. Inhalte beziehen sich auf den Stand bei Verfassung dieser Information. Die jeweils aktuelle Version der Hinweise finden Sie im SAP ONE Support Launchpad.

Steuer

Zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger wurden rückwirkend zum 01.01.2022 folgende Änderungen beschlossen:

Anhebung des Grundfreibetrags von derzeit 9.984 € auf 10.347 € sowie
des Arbeitnehmer–Pauschbetrag von 1.000 € auf 1.200 €

Die vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) geänderten und zur Verfügung gestellten Programmablaufpläne sind ab dem 01. Juni 2022 anzuwenden.

Gemäß § 41c EStG muss der bisher durchgeführte Lohnsteuerabzug bezüglich der ersten beiden Punkte somit korrigiert werden.

Die Auslieferung der Änderungen erfolgt mit dem Support Package 07/2022, welches für den 14.07.2022 angekündigt ist. Eine Berücksichtigung im Rahmen der Juniabrechnung ist daher ausschließlich via Vorabkorrektur möglich. Bitte prüfen Sie in diesem Fall, ob die im Hinweis genannten Voraussetzungen erfüllt sind und führen die dort beschriebenen manuelle Tätigkeit durch.

Bitte nehmen Sie nach dem Einspielen des neuen Programmablaufplans die im Hinweis beschriebenen notwendigen Rückrechnungen in der Abrechnung vor.

Erhöhung der Entfernungspauschale auf 0,38 € ab dem 21. Entfernungskilometer (befristet bis 12/2026)

Zur Umsetzung der Änderung muss eine Anpassung der Konstante PKWP2 erfolgen.
Details können dem SAP-Hinweis 3193986 entnommen werden.

Die höhere Pauschale hat Auswirkung auf evtl. vereinbarte Fahrtkostenzuschüssen sowie die Dienstwagengestellung. Solche Regelungen sollten überprüft und entsprechend angepasst werden.

9-Euro-Ticket / Auswirkungen auf Fahrtkostenzuschüsse

Am 30.05.2022 hat das BMF mit seinem Schreiben "Lohnsteuerliche Behandlung von Zuschüssen des Arbeitgebers zu Aufwendungen des Arbeitnehmers für den öffentlichen Personennahverkehr während der Gültigkeitsdauer des sogenannten 9-Euro-Tickets" zur Behandlung von Fahrtkostenzuschüssen aufgrund des 9-Euro-Tickets für den Personennahverkehr Stellung genommen.

Während der Gültigkeitsdauer des 9-Euro-Tickets gelten danach die folgenden Grundsätze/Vereinfachungsregelung:

Die Steuerbefreiung von Zuschüssen, die Arbeitgeber ihren ArbeitnehmerInnen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zu deren Aufwendungen für Tickets für öffentliche Verkehrsmittel gewähren, ist auf die tatsächliche Höhe der Aufwendungen des Arbeitnehmers beschränkt.

Für die Monate Juni, Juli und August 2022 wird es für die Anwendung des § 3 Nummer 15 EStG aus Vereinfachungsgründen nicht beanstandet, wenn Zuschüsse des Arbeitgebers die Aufwendungen des Arbeitnehmers für Tickets für öffentliche Verkehrsmittel im Kalendermonat übersteigen, soweit die Zuschüsse die Aufwendungen bezogen auf das Kalenderjahr 2022 insgesamt nicht übersteigen (Jahresbetrachtung).

Werden demnach -bezogen auf das Kalenderjahr 2022- insgesamt höhere Zuschüsse gezahlt, als der Arbeitnehmer Aufwendungen hatte (max. möglich sind hier 9 € monatlich von Juni bis August 2022), ist der Differenzbetrag als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu behandeln.

Energiepreispauschale (EPP)

Der Anspruch auf die EPP entsteht grundsätzlich zum 01.09.2022 und soll nach dem Willen des Gesetzgebers (bei Abgabe einer monatlichen Lohnsteuer-Anmeldung) im September 2022 direkt vom Arbeitgeber ausbezahlt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Arbeitnehmer/innen, in einem gegenwärtigen ersten Dienstverhältnis stehen und nachfolgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • für die die Steuerklassen 1 bis 5 gemeldet sind oder
  • die nach § 40a Abs. 2 EStG pauschal besteuerten Arbeitslohn erhalten und dem Arbeitgeber schriftlich bestätigt haben, dass es sich um ihr erstes Dienstverhältnis handelt.

Bei dem Betrag in Höhe von 300 € handelt es sich um einen steuerpflichtigen sonstigen Bezug - nach derzeitigem Kenntnisstand ist die Zahlung jedoch beitragsfrei.

Arbeitgeber können die gezahlten Energiepreispauschalen vom Gesamtbetrag der abzuführenden Lohnsteuer mit der Lohnsteuer-Anmeldung entnehmen.

Für vom monatlichen Lohnsteueranmeldungs-Abgabezeitraum abweichende Abgabefristen gelten gesonderte Regelungen.

In der Lohnsteuerbescheinigung (LStB) ist die Zahlung der EPP mit dem neuen Großbuchstaben E auszuweisen.

Aufgrund von noch offenen Fragen befinden sich aktuell weitere SAP-Hinweise in Vorbereitung.

Technische Voraussetzungen:
Im Zusammenhang mit der geplanten Änderung der Kennzahlen für die Lohnsteueranmeldung wird als unbedingte Voraussetzung ein Update der jeweils bei Ihnen im Einsatz befindlichen technischen Komponente (Middleware) für ELSTER ERiC (CI, Business Connector, PI/PO) erforderlich. Diese Änderungen werden voraussichtlich nur für das ERiC Release 36 bereitgestellt.

Ein Auslieferungszeitpunkt steht zum aktuellen Datum noch nicht fest.

Hinweis: auf dem Shared Business Connector der All for One Group SE werden die notwendigen Aktualisierungen nach entsprechender Auslieferung zentral durchgeführt. In diesem Falle sind Ihrerseits keine Aktivitäten erforderlich.

Kinderbonus (nur für Kindergeld auszahlende Stellen relevant)

Im Gesetz ist die Auszahlung eines einmaligen Bonus in Höhe von 100 € pro Kind im Juli 2022 vorgesehen. Die Regelung erfolgt analog zur Regelung im Vorjahr, als 150 € Kinderbonus beschlossen wurden.

Für die Umsetzung im SAP-System ist die Bereitstellung eines separaten Hinweises, der sich an der Lösung des Vorjahres orientiert, geplant.

Viertes Corona-Steuerhilfegesetz

Mit dem Vierten Corona-Steuerhilfegesetz werden weitere steuerliche Entlastungen umgesetzt:

Verlängerung der steuerfreien Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld bis zum 30.06.2022
Die Steuerbefreiung der Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld wurde um weitere sechs Monate bis zum 30.06.2022 verlängert.
Damit können Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten weiterhin steuerfrei auf bis zu 80 Prozent des ausgefallenen Entgelts aufstocken.

Gemäß Hinweis 3186156 kann das entsprechende Support Package eingespielt werden. Alternativ implementieren Sie die Korrekturanleitung.

Steuerfreiheit Corona-Bonus für Pflegekräfte
Arbeitgeber können Zuwendungen bis zu einer Höhe von 4.500 € steuerfrei an Beschäftigte in Pflegeberufen zahlen. Dieser Pflegebonus muss bis zum 31. Dezember 2022 ausbezahlt werden.

SAP hat hierzu keine separate Auslieferung geplant. Als Vorlage für eine kundenindividuelle Umsetzung kann die SAP-Lösung für die Corona-Sonderzahlung (1.500 €, § 3 Nr. 11a EStG) verwendet werden.

Verlängerung der Home-Office-Pauschale
Steuerpflichtige können auch für das Jahr 2022 für jeden Kalendertag, an dem sie ausschließlich zuhause arbeiten, einen Betrag von 5 € in ihrer Steuererklärung geltend machen - maximal 600 € im Jahr. Dies gilt selbst dann, wenn kein häusliches Arbeitszimmer zur Verfügung steht.

Sonstiges / Korrekturen

Untermonatiger Wechsel Firmenwagen

Bei einem untermonatigen Wechsel des Firmenwagens und gleichzeitigem Wechsel der Berechnungsmethode (1% oder Fahrtenbuch) war die Berechnung des geldwerten Vorteils des PKW nicht korrekt.

Sollte diese Konstellation bei Ihnen relevant sein, können Sie weitere Details dem Hinweis 3126325 entnehmen.

Sozialversicherung

Fehlerhafte SV-Beitragsberechnung für Mehrfachbeschäftigte

Bei Mehrfachbeschäftigten mit einer IfSG-Abwesenheit, bei denen im Infotyp 0700 (Subtyp DBBG) SV-Tagen eingetragen sind und für die gleichzeitig in einer SV-Sparte das Kennzeichen „BBG wurde überschritten“ aktiviert ist, wurden trotz Einspielung des Hinweises 3127301 zu hohe Sozialversicherungsbeiträge berechnet.

Die Korrektur gilt rückwirkend für alle Abrechnungsperioden ab 01/2020. Betroffene Mitarbeiter sind auf den Beginn der IfSG-Abwesenheit zurückzurechnen.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Hinweis 3194975.

Infektionsschutzgesetz

Differenzen bei der Berechnung des pauschalierten Netto bei Bruttobeträgen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung

Für die Berechnung der Entschädigung bei Quarantäne und Kinderbetreuung nach § 56 IfSG wird analog der Kurzarbeit ein pauschaliertes Netto zugrunde gelegt.

Bei der Berechnung dieses pauschalierten Netto kommt es in SAP seit dem 01.01.2022 zu Differenzen gegenüber der vom Bundesgesundheitsministerium bereitgestellten Abzugstabelle insofern das Bruttoentgelt über der RV-BBG liegt.

Ursache ist eine in SAP durchgeführte Rundung der Beitragsbemessungsgrenze, welche in der vom Bundesgesundheitsministerium bereitgestellten Abzugstabelle nicht vorgenommen wurde.

Eine detaillierte Beschreibung des Sachverhaltes sowie der Lösung ist dem Hinweis 3209919 zu entnehmen.

Die Auslieferung der Änderung erfolgt mit dem Support Package im Juli 2022. Alternativ spielen Sie den Hinweis 3209919 als Vorabkorrektur ein.

Behördenkommunikation

A1 - Meldeverfahren

Um es der Deutschen Rentenversicherung künftig zu ermöglichen, optionale Zusatzinformationen (wie z. B. einen Ansprechpartner oder den Grund einer  Verzögerung der Ausstellung der Bescheinigung) elektronisch übermitteln zu können, wurde der Datensatz "Zusatzinformation (DXWL)" eingeführt.

Da die Bereitstellung des neuen Datensatzes DXWL über die bereits bestehenden Datenaustauscharten A1A im A1-Verfahren bzw. ARV bei rvBEA erfolgt, ist es notwendig, diese gesetzliche Änderung noch vor dem 01.07.2022 einzuspielen. 
Anderenfalls könnte es zu Fehlern beim Abholen von Meldungen für die Verfahren A1 und rvBEA kommen.

Die Auslieferung erfolgte mit dem Support Package Auslieferung 05/2022. Alternativ spielen Sie den Hinweis 3151014 als Vorabkorrektur ein und beachten die im Hinweis beschriebene manuelle Vorarbeit.

Weitere gesetzliche Änderungen

Anhebung der Pfändungsfreigrenzen zum 01.07.2022

 Die gesetzlichen Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen werden alle zwei Jahre jeweils zum 01. Juli an die Entwicklung des steuerlichen Freibetrags für das Existenzminimum (§ 32a Absatz 1 Nummer 1 EstG) angepasst.
Die nächste Anpassung erfolgt zum 01. Juli 2022. Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, die neuen Pfändungsfreigrenzen automatisch zu berücksichtigen.

Die Änderungen werden per Support Package ausgeliefert. Alternativ führen Sie die im Hinweis 3209902 beschriebenen manuellen Tätigkeiten im Customizing durch.

Datenträgeraustausch/Zahlungsverkehr

Gültigkeit von SEPA-Formaten für die Zahlungsdateien

In Bezug auf unseren Newsletter vom April dieses Jahres möchten wir unsere Aussage dahingehend korrigieren, dass das Zahlungsformat SEPA_CT grundsätzlich weiterhin seine Gültigkeit behält.

Sollten bei Ihnen jedoch Versionen im Einsatz sein, deren Gültigkeit ab 2016 nicht mehr gegeben ist, empfiehlt es sich, diese durch die aktuell verfügbare Version zu ersetzen, beispielsweise durch das Hochladen und Einbinden des aktuellen Formatbaumes.

Kontakt

Für ausführlichere Informationen können Sie sich gerne zu unserem kostenlosen HCM-Newsletter anmelden. Schreiben Sie hierzu eine kurze E-Mail mit Ihrem Wunsch zur Aufnahme in den Verteiler an: HCMServiceNews@empleox.com.

AGG Konformität: Sollte im Dokument aus Vereinfachungsgründen nur eine Geschlechtsform verwendet werden, ist ausdrücklich auch jede andere Geschlechtsform gemeint.

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Update: April 2022

Gemäß eines Regierungsentwurfs soll bis spätestens Juni 2022 das Steuerentlastungsgesetz 2022 -rückwirkend zum 01.01.2022- beschlossen werden. Wir möchten Ihnen die darin geplanten Änderungen gerne kurz vorstellen. Technische Probleme und die Auswirkungen der Pandemie sorgen dafür, dass der Einsatz der eAU für Arbeitgeber verschoben wurde. Des Weiteren gibt es Änderungen im Betriebsdatenmeldeverfahren sowie hinsichtlich der Lebenszyklen der SEPA-Formate.

Steuer

Steuerentlastungsgesetz 2022

Rückwirkend zum 01.01.2022 sollen folgende Änderungen zur Entlastung beschlossen werden:

  • Anhebung des Grundfreibetrags von derzeit 9.984 Euro auf 10.347 Euro
  • Erhöhung des Arbeitnehmer–Pauschbetrags von 1.000 Euro auf 1.200 Euro
  • Vorziehen der ursprünglich zum 01.01.2024 geplanten Erhöhung der Entfernungspauschale auf 0,38 Euro ab dem 21. Entfernungskilometer

Wie gewohnt werden hierzu aktuelle Programmablaufpläne durch die Finanzverwaltung ausgeliefert.
 
Mit einem weiteren Entlastungspaket soll (neben z. B. der Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe und vergünstigten Tickets für den ÖPNV) unter anderem eine einmalige Energiepauschale für einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige (Steuerklasse I-V) in Höhe von 300 Euro/brutto über die Arbeitgeber ausgezahlt werden. Nähere Informationen liegen derzeit noch nicht vor.

Viertes Corona-Steuerhilfegesetz

Mit dem Vierten Corona-Steuerhilfegesetz sollen weitere steuerliche Entlastungen umgesetzt werden. Dieses Gesetz beinhaltet unter anderem die Punkte:
 

  • Verlängerung der Home-Office-Pauschale
  • Förderung der steuerfreien Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld. Der ab dem 01. Januar 2022 bis zum Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgenommene Lohnsteuerabzug, bei dem von einer Steuerpflicht entsprechender Zuschüsse auszugehen war, soll von den Arbeitgebern korrigiert werden
  • Steuerfreiheit für Corona-Pflegebonus (an in bestimmten Einrichtungen - insbesondere Krankenhäusern - tätige Arbeitnehmer:innen) bis zu 3.000 Euro

Der Entwurf wurde an die Ausschüsse zur weiteren Beratung verwiesen. Die Gesetze bedürfen der Zustimmung des Bundestages und -rates. Dies ist für Mitte Mai bzw. Mitte Juni geplant. Daher stehen derzeit noch keine Hinweise für erforderliche Änderungen im System zur Verfügung – diese werden nach Verabschiedung der Gesetze im SAP ONE Support Launchpad zu finden sein.

Sozialversicherung

Verpflichtende eAU für Arbeitgeber auf Januar 2023 verschoben 

Da die technische Ausrüstung für die Datenübermittlung im Rahmen des eAU-Verfahren in vielen Arztpraxen noch nicht vorhanden ist, endet die Pilotphase nun erst am 31. Dezember 2022, anstatt wie geplant am 30. Juni 2022 (siehe "Entwurf eines Gesetzes zur Verlängerung von Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie beim Kurzarbeitergeld und anderer Leistungen“).

Arbeitgeber sind somit erst ab dem 01. Januar 2023 verpflichtet, die AU-Daten erkrankter Mitarbeiter:innen elektronisch bei deren Krankenkasse abzurufen, siehe hierzu auch die Hinweise 3056842 (Ergänzung vom 04.04.2022) und 3129911.
 
Die Einrichtung des eAU-Verfahren ist vorab möglich. Die Freigabe erfolgte mit Hinweis 3103661. Die Auslieferung erfolgt mit dem Support Package im Mai.

Von einem Vorabeinbau via Hinweiskorrekturen raten wir entschieden ab.

Behördenkommunikation

Betriebsdatenmeldeverfahren

 Das bereits seit Jahren etablierte Meldeverfahren wurde im Rahmen des Jahreswechsels angepasst.
 Um die Betriebsdatenmeldungen über SAP absetzen zu können, sind im Vorfeld -jeweils pro Meldung- auf dem Entwicklungssystem Customizing-Einstellungen vorzunehmen, die in das Produktivsystem transportiert werden müssen. Erst danach können (unter Berücksichtigung der sechs Wochenfrist) neue Betriebsdatenmeldungen erstellt und übermittelt werden.

Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte den Hinweisen 3097055 (den darin genannten Hinweisen) sowie Hinweis 3139773. Eine allgemeine Hilfestellung zum Customizing und Prozess des Betriebsdatenmeldeverfahrens können Sie dem Hinweis 3192185 entnehmen. Gerne unterstützen wird Sie bei den notwendigen Aktivitäten.

Datenträgeraustausch/Zahlungsverkehr

Gültigkeit von SEPA-Formaten für die Zahlungsdateien

Jedes Jahr im November enden für bestimmte SEPA-Formate die Lebenszyklen. Die SEPA-Formate zählen softwaretechnisch zur SAP-Applikation der Finanzbuchhaltung.

Bei Einführung der neuen SEPA-Zahlungsformate wurde bisher das von SAP ausgelieferte Format SEPA_CT verwendet. 
Alle erstellten Kundenformate auf Basis vom Zahlungsformat SEPA_CT werden ab November 2022 von den Banken nicht mehr unterstützt und es ist eine Aktualisierung auf das neue Zahlungsformat für Überweisungen DE_CGI_XML_CT bis Ende Oktober 2022 vorzunehmen. Informationen zu diesem Thema finden Sie u. a. in den Hinweisen 2795667 und 2654933.

Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte, dass für die Aktualisierung der SEPA-Formate im HCM-Umfeld die entsprechenden Softwareapplikationen der Finanzbuchhaltung zunächst aktuell gehalten werden müssen, da sonst eine Aktualisierung bzw. Anpassung der SEPA-Formate im HCM nicht durchgeführt werden kann.

Wir empfehlen Ihnen, sich diesbezüglich zwecks Unterstützung rechtzeitig an Ihren FI-Berater zu wenden.

Um alle SAP-Softwareapplikationen auf den aktuellen Stand zu bringen bzw. zu halten empfehlen wir, eine Aktualisierung Ihrer SAP-Systeme über den sogenannten Synchronisation Stack im Mai 2022 durchzuführen.

Alle genannten Hinweise können sich jederzeit verändern. Die aktuellsten Versionen erhalten Sie jeweils im SAP ONE Support Launchpad

Mehr zum Thema:

Laptop frontal und Hände

SAP HCM News-Archiv

In diesem Archiv HCM-Report finden Sie gesammelte Informationen zu diversen gesetzlichen und technischen Anpassungen mit Auswirkungen auf Ihr SAP HCM-System.

Kontakt

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AGG Konformität: Sollte im Dokument aus Vereinfachungsgründen nur eine Geschlechtsform verwendet werden, ist ausdrücklich auch jede andere Geschlechtsform gemeint.

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